Zukunft Areal Irmiger

Einleitung

Die Villa im Areal Irmiger steht leer, ist nicht denkmalgeschützt und beinahe abbruchreif. Es ist deshalb durchaus verständlich, dass kurz- oder mittelfristig in Bezug auf dieses Gebäude und insbesondere dem Gelände etwas geschehen muss. Der Wunsch kommt sowohl aus der Bevölkerung als auch aus der Politik. Zur Diskussion stehen dabei zwei Varianten im Vordergrund. Einerseits kann das Areal an private Investoren verkauft werden, andererseits könnte es zu einer Weiterentwicklung in der Alterspolitik verwendet werden, indem beispielsweise die Stadt dieses Land für eben diesen Zweck in irgendeiner Form zur Verfügung stellt.

Es sei hier in Erinnerung gerufen, dass die Abstimmung über den Erwerb des Areals in den Neunzigerjahren mit den Argumenten geführt wurde, Landreserve für eine allfällige Erweiterung des Alters- und Pflegeheims zu erwerben. (siehe auch
Geschichte von Dr. M. Guisolan). Es macht Sinn, wenn nun vor einem allfälligen Verkauf auch andere Varianten aufgezeigt und geprüft werden. Auch ist es naheliegend, dass der Leiter des Alters- und Pflegeheims sich für eine Erweiterung der bestehenden Infrastruktur interessiert und dazu mithilft, Perspektiven zu entwickeln. Er hat sich bereit erklärt, ein entsprechende Grundalgen dafür zu skizzieren.

Weiteres Vorgehen

Mit dem Areal Irmiger steht der Stadt Stein am Rhein eine einmalige Chance zur Verfügung, in der Alterspolitik einen nachhaltigen Schritt in die Zukunft zu machen. Es ist abzusehen, dass die heutige Strategie mit der Führung eines reinen Alters- und Pflegeheims kombiniert mit einer minimalen Spitexabdeckung und Hauspflege den zukünftigen Bedürfnissen der folgenden Generation nicht mehr genügen wird. Verschiedene Studien belegen und zeigen auf, dass eine möglichst breit gefächerte Diversifizierung im Angebot angestrebt werden sollte und zukünftig auch verlangt wird. Damit kann der Entwicklung hin zum "persönlichen Individualismus", wie er die heutige Zeit bereits prägt, aufgefangen werden. Bereits jetzt ist es ein Faktum, dass ausgerechnet jene Generation, welche die vorhande Lösung von stationären Pflegplätzen in Heimen entwickelt hat, sich nur im „Notfall“ dafür entschliessen kann.

Zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben regt der Heimleiter Peter Keller an, ein

Regionales Kompetenzzentrum für das Alter "Clara Dietiker"


in Stein am Rhein zu schaffen, in welchem die gesamten Bedürfnisse einer zukunftsorientierten Alterspolitik unter „einem Dach“ abgedeckt werden. Individuelle Fälle werden in einem so genannten „case mangement“ inderdisziplinär gelöst und damit kostspielige Doppelspurigkeiten verhindert. Mit einer Überbauung des Areals Irmiger könnten nicht nur neue Wohnmöglichkeiten geschaffen werden, sondern auch alle, an der Altersbetreuung Beteiligten am gleichen Ort untergebracht werden. Durch diese Verschmelzung zwischen alten und neuen Strukturen, könnten im neuen Kompetenzzentrum Synergien freigelegt und und in neue Bahnen geleitet werden, die für alle Beteiligten äusserst effektiv wären.

In ihrer Sitzung vom 24. Oktober 2007 hat die Heimkommission die Zukunft des Areals Irmiger eingehend diskutiert und ein Grundlagenpapier [48 KB] erarbeitet. Darin werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, das Areal für eine zukunftsgerichtete Alterspolitik zur Verfügung zu stellen. Der Sozialreferent René Meile wurde beauftragt, zu Handen des Stadtrates einen entsprechenden Antrag einzureichen, um einen Grundsatzentscheid herbeizuführen. Im Vordergrund steht dabei der Auftrag für eine Machbarkeitsstudie, welche durch externe Planungsbüros erarbeitet werden soll.

In seiner Sitzung vom 14. November 2007 hat der Stadtrat von dem Grundlagenpapier Kenntnis genommen und den folgenden Beschluss gefasst:

1. Der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie für offene Wohnformen auf dem Areal Irmiger, mit Aussagen über planerische Entwickungen im Alters- und Pflegeheim und über die Notwendigkeit der Landreserve oberhalb des Alters- und Pflegeheimes wird zugestimmt.

2. Das Sozialreferat wird in Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung beauftragt, eine Auswahl von geeigneten Planungsunternehmen zu unterbreiten, zwecks Bestimmung des Planers.

3. Über die Machbarkeitsstudie hinaus sind keine Verpflichtungen einzugehen.

4. Über die Kreditfreigabe wird später befunden.


Mit diesem Entscheid ist nun der Weg frei, die Weichen für eine zukunftsgerichtete Alterspolitik in Stein am Rhein in die Wege zu leiten.

Der Sozialreferent René Meile hat zwischnezeitlich verschiedene Offerten zur Machbarkeitsstudie eingeholt. In der Sitzung vom 17. November 2008 hat sich die Heimkommission dafür entschieden, dem Stadtrat vorzuschlagen, die Firma Hunziker Betatech AG mit der Ausarbeitung der Machbarkeitsstudie zu beauftragen.

In seiner Sitzung vom 14. Januar 2009 vergibt der Stadtrat den Auftrag an die Firma Hunziker Betatech mit dem Auftrag, die Machbarkeitsstudie gemäss Offerte auszuarbeiten. Zudem hält er ausdrücklich fest, das die Studie ein abgeschlossener Auftrag darstellt, ohne das Versprechen für einen Planungsauftrag. Die Finanzierung erfolgt zu Lasten von vorhandenen Rückstellungen für ausserodeentliche Planungs- und Bauvorhaben aus der Altersheimrechnung.



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